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Englisch in traditionelle chinesische Langzeichen übersetzt

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Übersetzungen vom Englischen in traditionelle chinesische Langzeichen

Warum Langzeichen?

Wie die Bezeichnung schon sagt, handelt es sich um ein älteres Schriftsystem um die chinesische Sprache auszudrücken. In China selbst werden heutzutage die sogenannten Kurzzeichen verwendet, dabei handelt es sich um einfachere Varianten der traditionellen Schriftzeichen, welche entweder auf historische Varianten zurückgehen – wie 万 statt 萬, beide Zeichen bedeuten „zehntausend“ und beide Zeichen wurden schon vor unserer Zeitrechnung verwendet – oder neu entwickelt wurden. Neu entwickelte Zeichen zeichnen sich durch Verkürzungen der Klassenzeichen („Radikale“) und typische Abkürzungen für bestimmte Zeichenkombinationen aus. Diese Vereinfachung war nötig, da die traditionellen chinesischen Schriftzeichen sehr kompliziert und schwer zu erlernen waren. Ein Beispiel: Das Wort „zhe“ für „viel zu gesprächig“ besteht aus dem Zeichen für „Drache“ 龍 – allerdings viermal. Viele Menschen konnten sich solche komplexen Zeichen nicht merken und auch der Zugang zur Bildung war schwierig, deshalb wurden von - in mehreren Reformschritten die Kurzzeichen eingeführt, um die Alphabetisierung in China zu verbessern. Diese Reformen wurden dann auch in Singapur und Malaysia verwendet.

Weshalb werden Langzeichen heute noch verwendet?

Die traditionellen Zeichen werden von manchen auch „zhengtizi“ genannt, denn die Länder, welche sie heute noch verwenden, haben oft einen politischen Grund dafür: deshalb werden die traditionellen Zeichen als die „richtigen“ oder „rechten“ Schriftzeichen bezeichnet. Zu den Verwendern dieser traditionellen Zeichen gehört vor allem Taiwan, aber auch Hong Kong und Macau benutzen sie noch. Dabei fällt auf, dass es sich um politische Einheiten handelt, welche sich spezifisch von der Volksrepublik China unterscheiden wollen, da sie deren Regierung nicht als legitim anerkennen. Nach dem Zweiten Weltkrieg und einem langen Bürgerkrieg zwischen Nationalisten und Kommunisten, welchen Letztere gewannen, richtete sich die nationalistische Regierung in Taiwan ein. Sie und ihre Anhänger sehen sich als einzig legitime Fortführung der chinesischen Kultur, deswegen wird auf den Fortbestand der traditionellen Schriftzeichen bestanden.

Diese Politik muss bei der Übersetzung im Hinterkopf behalten werden, sowohl das Taiwanesische als auch das Kantonesische (in Hong Kong) neigt dazu, seine Lokaldialekte in neu-kreierten Schriftzeichen auszudrücken. In Kurzzeichen ist dies nicht ohne weiteres möglich, denn diese werden von der Regierung der Volksrepublik China vorgestellt. Jene Dialektzeichen sind gerade im Computerzeitalter eine große Herausforderung und auch für den Übersetzer schwierig, da sie außerhalb Hong Kongs oder Taiwans kaum bekannt sind.

Gemeinsamkeiten zwischen dem Englischen und dem Chinesischen

Dazu kommt, dass die traditionellen Schriftzeichen viele Varianten kennen und dasselbe Wort mit unterschiedlichen Klassenzeichen geschrieben wird, ohne dass sich Betonung oder Bedeutung ändert. Das Chinesische hat eine nicht-phonetische Schrift. Das bedeutet, die Aussprache eines Schriftzeichens kann nicht von seiner Schreibweise abgeleitet werden. Dadurch können viele verschiedene Dialekte und sogar Sprachen mit chinesischen Schriftzeichen geschrieben werden. Hier findet sich die erste Ähnlichkeit zum Englischen: In England wurde die Rechtschreibung mit dem Buchdruck fixiert, obwohl sich die Sprache gerade in einem Lautwandel befand: deshalb wird beim Englischen heute über eine historische Orthografie gesprochen, denn die Rechtschreibung spiegelt die Aussprache oft nicht mehr wieder.

Eine weitere Ähnlichkeit ist, dass das Chinesische meistens kein Genus kennt. Nur wenige Wörter werden zur Markierung des Geschlechts verwendet, zum Beispiel die Zeichen für die Dritte Person, welche durch das Klassenzeichen männlich und weiblich unterscheiden, aber das ist eine eher neue Entwicklung. Das Englische vermeidet durch die Verwendung von „the“ ebenfalls die Zuschreibung eines Genus. Dafür gibt es im Chinesischen keine Konjugation oder Deklination, die Grammatik ist an sich simpel, komplexe Situationen werden durch Partikel ausgedrückt, doch deshalb ist der Satzbau umso wichtiger – und restriktiver. Ein Satz wird bis auf wenige Ausnahmen via Subjekt-Prädikat-Objekt gebildet. Das gilt zwar auch für das Englische, aber es gibt weniger Möglichkeiten, kreativ zu variieren. Im Englischen werden Zeit und Ort meist an das Ende eines Satzes gestellt, im Chinesischen dagegen vornehmlich an den Anfang. Prinzipiell lässt sich sagen, dass in chinesischen Sätzen alle Informationen vor dem eigentlichen Bezugswort genannt werden.

Tücken der Übersetzung