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Fallbeispiel: Koreanische Dolmetscherin für Telefonat

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Koreanische Dolmetscherin für ein Telefonat zwischen Adoptiveltern und leiblicher Mutter

Dolmetscher und Übersetzer haben stets die Aufgabe, Informationen aus einer Sprache in eine andere Sprache zu transportieren. Die Aufgaben sind so unterschiedlich, wie die Sprachen selber. Manche Projekte bleiben uns deshalb ganz besonders im Gedächtnis. So ist es auch mit dem folgenden Projekt, welches von Annelieke Sels betreut wurde. Die erfahrene Projektmanagerin denkt noch heute mit gemischten Gefühlen an den Auftrag zurück.

Das Projekt:

Ein Privatkunde bat Annelieke, einen koreanischen Dolmetscher zu finden, der am Telefon dolmetschen sollte. Die Adoptiveltern eines koreanischen Kindes wollten Kontakt zu seiner leiblichen Mutter in Korea herstellen. Ihr Sohn leidet an der Erbkrankheit Adrenoleukodystrophie (X-ALD), einer schweren Stoffwechselkrankheit, von der vor allem Männer betroffen sind. Frauen sind in der Regel nur Überträgerinnen. Die Eltern wollten dies der leiblichen Mutter mitteilen und Informationen über den leiblichen Vater erfragen. X-ALD ist eine Krankheit, die die Nebennieren, das Rückenmark und das Nervensystem schädigt und gilt als nicht heilbar. Aus diesem Grund wollten die Eltern des Jungen seine leibliche Mutter einladen, ihren Sohn zu besuchen.

Engagierte Dolmetscherin

Annelieke suchte nach einem koreanischen Dolmetscher, der sich bereit erklärte, die Mutter in Korea telefonisch zu kontaktieren. Sie beauftragte eine Dolmetscherin, die anschliessend Kontakt mit den Adoptiveltern des Jungen aufnahm. Sie liess sich deren Situation erklären und notierte sich die Fragen, die sie der leiblichen Mutter stellen sollte. Nachdem sie die Mutter in Korea angerufen hatte, kontaktierte sie erneut die Adoptiveltern und gab die Informationen weiter.

Ein freudiger Abschluss eines aufreibenden Projektes

Selbstverständlich gehen solche Projekte allen beteiligten unter die Haut. Umso glücklicher waren die Kunden, die Adoptiveltern des Jungen, mit dem Engagement der Dolmetscherin und ihrer feinfühligen Art.

Inzwischen haben die Adoptiveltern auch E-Mail-Kontakt zu einem Freund der leiblichen Mutter und können nun regelmässig auf Englisch mit diesem kommunizieren.