Physikalische Chemie – Übersetzungen von Profis
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Die Geschichte der physikalischen Chemie
Lange bevor der Begriff erfunden wurde gab es schon physikalische Chemiker. Robert Bunsen und Gustav Kirchhof zum Beispiel, die Entwickler der Spektralanalyse. Auch Thomas Graham und Hermann von Helmholtz, Joseph Louis Gay-Lussac (der Erforscher der Gesetzmässigkeiten der Wärmeausdehnung von Gasen) und Robert Boyle (Mitbegründer des Elementbegriffs), zählen dazu. Ein eigenständiges Lehrfach für physikalische Chemie wurde aber erst ab 1890 an den Universitäten eingeführt. Svante Arrhenius, Wilhelm Ostwald, Jacobus Henricus van ’t Hoff und Walther Nernst gelten als die Väter der physikalischen Chemie und leiteten die ersten Lehrstühle.
Die Teilgebiete der physikalischen Chemie heute
Zur physikalischen Chemie werden heute vor allem die theoretische Chemie, die chemische Thermodynamik, die Elektrochemie, die Kinetik und die Spektroskopie gezählt. Die theoretische Chemie entwickelt mathematische Formeln zu den Eigenschaften von Molekülen und makroskopischen Stoffmengen. Sie liefert die Grundlagen zum Verständnis des Materie-Aufbaus. Die chemische Thermodynamik befasst sich zum Beispiel mit der Wärmeenergie, die durch Temperaturerhöhung eines Stoffes oder Stoffumsetzungen beziehungsweise durch Gasausdehnung entsteht. Bei der Elektrochemie geht es unter anderem um die Auswirkungen des elektrischen Stromes auf Stoffe. Wichtige Anwendungsgebiete sind Elektrolyte (wässrige Lösungen von Ionen), die Galvanik (Abscheidungen von Metallen auf Oberflächen) und die Brennstoffzellen. Bei der Kinetik geht es in erster Linie um den zeitlichen Ablauf chemischer Reaktionen. Die Grundlagen der Wirkung von Katalyse und Diffusion sind Hauptanwendungsgebiete. Die Spektroskopie untersucht besonders, wie Energie aus elektromagnetischer Strahlung (zum Beispiel Radiowellen, Mikrowellen, Röntgenstrahlen und UV-Licht) von verschiedenen Stoffen aufgenommen oder abgegeben werden. Mit dem Spektrum lassen sich Rückschlüsse auf die Struktur und Zusammensetzung dieser Stoffe ziehen.
