Übersetzungen innerhalb der Getränketechnologie
Getränketechnologie: Übersetzungen für höchste Qualitätsansprüche
5000 Jahre Geschichte
Seit den Siebzigern des zwanzigsten Jahrhunderts wird das Fach Getränketechnologie als eigenständige Disziplin an den Universitäten in der Bundesrepublik Deutschland angeboten. Auf den ersten Blick scheint es sich dabei um eine relativ junge Wissenschaft zu handeln. Dieser Eindruck täuscht jedoch, denn die ältesten Anwendungen der Getränketechnologie sind bereits seit 5000 Jahren bekannt, wie zum Beispiel die Herstellung von Wein oder Bier und deren Veredelung zu Spirituosen mittels des Brennvorgangs. Am Anfang der Entwicklung standen Ursprungsprodukte, deren Entstehung oftmals reiner Zufall war. Herstellungsverfahren waren familienintern und wurden von Generation zu Generation weitergegeben. Im Mittelalter wendeten die Klöster dieses Wissen an und entwickelten es weiter. Erst viel später beginnend mit dem siebzehnten Jahrhundert folgte als nächster Schritt die kommerzielle Herstellung alkoholfreier Getränke wie zum Beispiel Mineralwasser, Limonaden, Süßmosten und Brausen bis hin zu neuwertigen Wein- und Biermischgetränken.
Methoden der Getränkeherstellung
Zur Herstellung dieser Getränkevielfalt wird eine Reihe verschiedener Produktionsmethoden angewandt. Erkenntnisse aus der Biochemie, der Mikrobiologie und der Verfahrenstechnik sind dabei von großer Bedeutung. Methoden, die bei der Getränkeherstellung zum Einsatz kommen, umfassen vor allem folgende Prozesse und Verfahren:
- mechanischer Natur, wie z. B. Zerkleinern, Maischen, Pressen und Mischen
- thermischer Natur, wie z. B. Erhitzen und Kühlen
- biologischer Natur wie z. B. das Verfahren der alkoholischen Gärung und die Nutzung von Bakterien und Pilzen als Produktionshelfer
- chemischer Natur wie z. B. Prozesse zur Gerinnung von Proteinen
- physikalischer Natur wie z. B. die Kristallisation zur Weinsteinabscheidung und die Rektifikation bei der Gewinnung von rektifiziertem Traubenmost-Konzentrat.
Bei der Produktion von Bier, Wein und Schaumwein spielen Bioreaktoren eine große Rolle. Dabei handelt es sich um Behälter oder Flaschen, in denen die notwendigen Bedingungen für die zugesetzten Mikroorganismen herrschen, sodass diese die richtigen Stoffe bilden. Als mögliche Parameter ergeben sich beispielsweise Temperatur, Rühreinstellungen, der Zuckergehalt oder die Zugabe von Starterkulturen wie etwa Reinzuchthefen oder Milchsäurebakterien. Bei den verwendeten Organismen kann es sich sowohl um Bakterien als auch um Pilze handeln.
