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Geschichte der bengalischen Sprache

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Die Geschichte der bengalischenSprache

Bengalisch ist eine der 22 offiziellen Nationalsprachen der Republik Indien und eine in den indischen Unionsstaaten Assam, Westbengalen, Tripura und in Bangladesch gebräuchliche Schrift. Zusammen mit Marathi, Gujarati und Hindi gehört Bengalisch zum indoarischen Zweig der indogermanischen Sprache. Die Charyapada, eine Sammlung von fast fünfzig Liedern verschiedener Dichter, sind die ältesten literarischen Zeugnisse der bengalischen Sprache und wurden bereits vor tausend nach Christus geschrieben. Dennoch existierte bis ins achtzehnte Jahrhundert keine einheitliche Standardsprache. Systematisiert wurde die Sprache im Wesentlichen von Ishwarchandra Vidyasagar und Ram Mohan Roy. Außerdem schrieb Vidyasagar das Sadhu Bangla, aus dem später das Barna Parichaya entwickelt wurde. Dieser Text spielt noch heute eine große Rolle im Sprachunterricht bengalischer Schulen. Auch muslimische Religionsgelehrte begannen öfter auf die bengalische Sprache zurückzugreifen. In dieser Hinsicht war Muhammad Naimuddin einer der Pioniere, der mit seinem Werk „Essenz der Streitfragen“ das erste islamische Rechtsbuch auf Bengalisch veröffentlichte. Sollten auch Sie die professionelle Übersetzung eines kompetenten Übersetzers benötigen, nehmen Sie einfach Kontakt mit unserem Übersetzungsbüro auf.

Sprache und Identität

Die bengalische Sprache trug im Wesentlichen Zur Bildung einer eigenen nationalen Identität in Ostpakistan und schließlich auch zur Entstehung des Staates Bangladesch bei. Anfänglich war Bangladesch ein Teil Pakistans. Als die Zentralregierung Pakistans in den fünfziger Jahren versuchte, Urdu als einzige Amtssprache einzuführen, kam es zu gewalttätigen Ausschreitungen. Zu Ausschreitungen kam es auch im indischen Bundesstaat Assam, als die dortige Landesregierung versuchte, Asamiya auch für die dort lebende bengalische Bevölkerung einzuführen.

Schrift und Grammatik

Bengalisch wird in einer Brahmi-Schrift geschrieben, die mit der Devangari-Schrift verwandt ist. Das Alphabet besteht aus über dreißig Konsonanten und elf Vokalen, außerdem existieren noch über zweihundert Schriftzeichen für die Konsonant-Vokal-Verbindungen. Die Ziffern werden mit eigenen Zahlzeichen geschrieben, allerdings werden immer mehr arabische Ziffern benutzt. Die bengalische Sprache folgt der Subjekt-Objekt-Verb Satzstellung. Verwendet werden Postpositionen und es existiert kein grammatikalisches Geschlecht. Die Nomina und Adjektive verändern sich kaum, wobei die Verben sich nach Zeit, Person und Höflichkeitsform, aber nicht nach dem Numerus ändern.

Daten und Fakten