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Pharmazie: Hochwertige Übersetzungenpharmazeutischer Dokumente

Geschichte der Pharmazie

Die Anfänge der abendländischen Pharmazie liegen weit zurück in der Heilkunde der Antike. Als entscheidend für die weitere Entwicklung erwiesen sich jedoch auch die Einflüsse des byzantinischen und arabisch-islamischen Kulturkreises. Allerdings galt die Pharmazie zu jener Zeit noch nicht als eigenständige Disziplin. Dieser Status wurde ihr erst viel später zuteil. Somit handelt es sich um eine noch relativ junge Wissenschaft. Erste private pharmazeutische Lehranstalten entstanden während des achtzehnten Jahrhunderts. Im neunzehnten Jahrhundert wurde in den deutschen Ländern ein verpflichtendes Studium für Apotheker vorgeschrieben. In den Zwanzigerjahren des neunzehnten Jahrhunderts erfolgte die Ablösung der Hochschulmedizin von den chemischen Instituten. Eigene Institute wurden gegründet und die Pharmazie, wie wir sie heute kennen, entstand.

Sieben verschiedene Fachrichtungen

Die moderne Pharmazie lässt sich in sieben verschiedene Fachrichtungen untergliedern:

  • Die Pharmazeutische Chemie ist die Lehre von den chemischen Strukturen und deren Beziehung zur Wirkung sowie der Synthese, der Eigenschaften, Stabilität und Analytik von Wirk-, Hilfs- und Schadstoffen.
  • Die Pharmazeutische Biologie umfasst das Wissen um die biologischen Grundlagen der Pharmazie und die Nutzung von biologischen Quellen wie Arzneipflanzen und Drogen zur Entwicklung von Arzneimitteln.
  • Die Pharmazeutische Technologie (früher Galenik) ist die Lehre der Arzneiform, deren Untersuchungsgegenstand die Herstellung von Tabletten, Kapseln, Zapfen, Säften, usw. ist, wobei im Zentrum die Beobachtung der Interaktion des Wirkstoffs mit dem verwendeten Hilfsstoff steht.
  • Die Pharmakologie bzw. Toxikologie untersucht die normalen und gestörten physikalischen und biochemischen Vorgänge in den Zellen, Geweben und Organen sowie die Wirkung von Arzneistoffen und Giften auf diese Abläufe im menschlichen Körper.
  • Die Klinische Pharmazie soll eine Brücke zwischen Wissenschaft und Praxis schlagen, wobei der Patient im Mittelpunkt steht.
  • Die Pharmakoepidemiologie bzw. Pharmakoökonomie beschäftigt sich mit den ökonomischen Aspekten der Arzneimittelanwendung.
  • Die Notfall- und Katastrophenpharmazie erforscht Mittel und Wege, durch deren Einsatz die Arzneimittelversorgung in außergewöhnlichen Situationen sichergestellt werden kann.

Außerhalb des deutschen Sprachraums wird als achte Fachrichtung die Sozialpharmazie gelehrt. Diese untersucht den Umgang von Patienten, Verbrauchern, Ärzten, Apothekern, Politikern, Organisationen und Verbänden und der Gesellschaft als Ganzes mit Arzneimitteln sowie die wechselseitigen Beziehungen, die zwischen den genannten Parteien bestehen und wie sich deren Verhalten in soziale, kulturelle und ökonomische Zusammenhänge einordnen lässt.

Breites Anwendungsspektrum