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Geschichte der aserbaidschanischen Sprache

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Die Geschichte der aserbaidschanischen Sprache

Die aserbaidschanische Sprache, die auch Azeri genannt wird, zählt zu den südwestlichen Turksprachen und ist von allen Sprachen dem Türkischen am nächsten. Sie ist Amtssprache in Aserbaidschan und mit circa 14 Millionen Muttersprachlern die wichtigste Turksprache im Iran. Die heutige Schriftsprache hat sich im Vergleich zu der alten sehr stark verändert. Sie basiert auf dem sogenannten Baku-Dialekt, der sehr stark vom Türkischen beeinflusst wurde.

Die alte Schriftsprache

Bis in das Jahr wurde die Sprache noch im perso-arabischen Alphabet geschrieben. Sie ist stark mit dem osmanischen Türkisch verbunden und viele Wörter im Osmanischen sind identisch mit dem Aserbaidschanischen. Nachdem das einheitliche türkische Alphabet eingeführt wurde, ging man dazu über, lateinische Buchstaben zu verwenden. Später wurde Russisch als Hauptfach an den Schulen eingeführt und das Aserbaidschanische dann mit modifizierten kyrillischen Buchstaben geschrieben. Mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion neigte sich Aserbaidschan mehr zum Westen und wurde einer der ersten Turkstaaten, die das lateinische Alphabet einführten, das mittlerweile ist für den amtlichen Schriftverkehr in Aserbaidschan zwingend erforderlich ist.

Verbreitung der Sprache

Heutzutage wird Azeri in vielen Nachfolgestaaten der ehemaligen Sowjetunion sowie im Iran und der Türkei gesprochen. In der Türkei kann man zum Beispiel sämtliche alten Dialekte aus der Region Kars zum Aserbaidschanischen zählen. Heutzutage unterteilt man Aserbaidschanisch meistens in zwei Varianten: das Nordaserbaidschanische, das unter anderem die Hauptsprache in der Republik Aserbaidschan ist, und das Südaserbaidschanische, das heutzutage von Minderheiten im Iran gesprochen wird. Der grösste Unterschied zwischen den beiden Varianten liegt darin, dass das Nordaserbaidschanische stark vom Russischen beeinflusst wurde, während im Südaserbaidschanischen starke Einflüsse der persischen Sprache zu finden sind.

Das Aserbaidschanische entwickelte sich im elften Jahrhundert, ungefähr zur gleichen Zeit wie das Osmanische. Später wurde das Aserbaidschanische stark unter dem russischen Einfluss verändert. Unter anderem wurde das kyrillische Alphabet als Standardschrift eingeführt. Durch massive Umsiedlungen durch die russischen Besatzer wurde die Bevölkerung zwischen Russland und Persien geteilt. Der südliche Teil von Aserbaidschan blieb dabei unter persischer Herrschaft. So entwickelte sich das Nord- und Südaserbaidschanische.